Monthly Archives: June, 2013

Was sagt Lola Montez selbst zu den aufregenden Tagen ihrer Flucht aus München im Februar 1848

Nachzulesen im Buch “Memoiren der Lola Montez (Gräfin v. Landsfeld)“ von Lola Montez, publiziert in Berlin 1851, Band Sieben, digitalisiert von Google und dort als E-Book kostenlos erhältlich. Auf Seite 56 und folgende lesen wir auszugsweise folgendes:

Nachdem in München der Stein des Anstoßes entfernt war, kamen zehn Allemannen desselben Abends (11. Februar) nach der Krondomaine Blutenburg bei Nymphenburg (unweit Münchens und zunächst an der Eisenbahnstation Pasing gelegen) und baten daselbst um Speise und Nachtlager. …Nachts um 11 ½ Uhr kam Lola Montez verkleidet, und mit gepudertem Haar, in Begleitung des Wirtes von Großhesselohe nach Blutenburg, um, wie sie sagte, sich von den Allemannen zu verabschieden. … Lola Montez setzte aber nach des Grafen Entfernung ihre Reise nicht nach Bayerns Grenze fort, sondern eilte nach Großhesselohe hinüber, von wo sie sich nach Blutenburg führen ließ. …

Auf der Homepage von Dieter Wunderlich  findet sich ebenfalls eine recht ausführliche und korrekte Biographie dieser umtriebigen Dame. Lesen Sie bitte dort die Ereignisse in München vom 10. bis zum 12. Februar 1848 nach.

Von einem königlichen Liebesnest im Schweizerhaus in der Menterschwaige ist da nirgendwo die Rede.

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Beiträge von Menschen, die eine Erfahrung als Mitarbeiter im s.g. Lola Montez Haus sammeln durften

Bewertung

Bewertung (Photo credit: Wikipedia)

Unter diesem Portal finden sich derzeit neun Bewertungen von Menschen, die in unterschiedlichen Funktionen für das s.g. Lola Montez tätig waren.

Es fällt auf, daß bis auf den Kollegenzusammenhalt, die Bewertungen mit einer Ausnahme sehr negativ sind. Von fünf möglichen Sternen gibt es fast ausschließlich nur einen. Einen Stern muß man geben, damit die Bewertung überhaupt veröffentlicht wird.

Die angesprochene Ausnahme fällt voll aus dem Rahmen; dieser angebliche ehemalige Mitarbeiter, dessen Funktion aber nicht angegeben wird, gibt bei allen Fragen die maximale Zahl von fünf Sternen. Außerdem sieht man, daß diese überirdisch gute Bewertung, als sechste von zuvor fünf sehr negativen Bewertungen abgegeben wurde und zudem noch genau zwei Tage nach den letzten beiden. Hier drängt sich der Verdacht
auf, daß hier jemand den Eindruck künstlich verbessern wollte.
Jeder Statistiker würde einen solchen Wert einfach streichen. Dann streicht man noch zwecks Parität den niedrigsten Wert und bildet dann den Mittelwert. Dieser liegt dann bei einem Stern und kann als nicht empfehlenswert eingestuft werden.

Die Bewertung vom 30.05.2013 bringt es auf den Punkt, indem eindringlich geraten wird:

Finger weg!

Pro: würde ich jedem abraten

Contra: ständiger Arbeitsdruck bei niedrigem Lohn

Danach gab es ca. im September oder Oktober 2013 eine Bewertung, die überall 5 Sterne erzielte und jemand sinngemäß meinte „Die Arbeit muss doch Spaß machen und das tut sie hier auch.“ Danach erfolgten noch 2 Bewertungen im Oktober 2013, beide nur 1 Stern für den Arbeitgeber Lola Montez Haus.

Irgendwann im November 2013 verschwand diese „spaßige Arbeitsbewertung“ weil offenkundig die Betreiber der Plattform kununu bemerkten, dass diese Bewertung entweder vom Arbeitgeber selbst erstellt oder aber von ihm in Auftrag gegeben wurde.

Woran kann man eine falsch positive Bewertung im Internet merken? Damit beschäftigt sich dieser Artikel.