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Ein denkwürdiger Denkmaltag 2014 im angeblichen Lola Montez Haus

Letzten Sonntag war wieder einmal der Tag des offenen Denkmals. Trotz, oder vielleicht wegen des nicht allzu schönen Wetters, waren die Denkmäler übervoll.
Ich schnappte mir also meine Frau und wir gingen an der Hochleite in München spazieren. Bereits in einiger Entfernung zum angeblichen Lola Montez Haus begrüßten uns kleine Messingschilder auf einigen Parkbänken. So lasen wir „Hier traf ich meinen Ludwig“ und „100 Schritte zum königlichen Liebesnest“ dazu noch die entsprechende Homepage.
Im Katalog der Denkmäler zum Jahrestag 2014 findet sich exakt die gleiche falsche Beschreibung wie früher mit dem angeblichen Baujahr von um 1820.
Wir schauten uns also das kleine Haus an. Der Hausherr stand herum und wich konkreten Fragen nach dem Baujahr des Hauses sowie der von ihm seit über 15 Jahren behaupteten Anwesenheit der Lola Montez in diesem Haus geschickt aus.
Beim Weggehen drückte man uns einen aufwändig gestalteten, großen Prospekt für die Feiern in diesem Haus in die Hand. Darin wieder die bekannten Lügen: Unter der großen Überschrift „Das königliche Liebesnest“ steht „Hier trafen sich Ludwig I. Und Lola Montez Inkognito.“
Was da natürlich nicht steht, ist die Tatsache, dass an der Stelle dieses Hauses im Jahr 1837 nachweislich ein ganz anderes Haus stand und das derzeitige Haus frühestens im Jahr 1858 – also gut 10 Jahre nachdem Lola Montez aus München fliehen musste – gebaut wurde.
Besonders pikant in diesem Zusammenhang ist, dass der Eigentümer im November 2013 mehrere gleichlautende Stellungnahmen veröffentlichen ließ, in denen er eindeutig zugibt, dass er das tatsächliche Baujahr des Hauses kennt, obwohl er in mehreren Fernsehbeiträgen überzeugend? behauptete, die Lola Montez wäre in seinem Haus gewesen.
Diese Stellungnahmen weisen allerdings einige Eigenheiten auf. Die erste Stellungnahme wurde im Münchner Merkur am 5.11.2013 von einer Frau Brigitta Wenninger veröffentlicht, weitere dann in diversen Portalen Ende November 2013 wie z.B. http://www.premiumpresse.de/termine-events/das-haus-der-geschichtchen-PR2397348.html , oder aber auch am 3.4.2014 http://www.news4press.com/Haus-der-Geschichtchen_820243.html wo dann jeweils der Eigentümer Wiedenmann des Lola Montez Hauses als für den Text verantwortlicher zeichnet.
Ist das nicht irgendwie merkwürdig? Zwei Autoren für den gleichen Text? Wer hat es wirklich geschrieben?
Warum behauptet er in seinem Prospekt und auf den Parkbänken unbeirrt weiterhin das Lügenmärchen vom „Königlichen Liebesnest“? Warum hat er seine Angaben an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz nicht korrigiert?
Wir finden die Antwort im gleichen Artikel: „Die romantischen Geschichten ziehen das Publikum an.“
Aber ganz ohne neue Erfindungen kommen wir dann doch nicht davon. Jetzt ist es ein Pulverhorn, das König Ludwig gehört haben soll und das angeblich in diesem Haus gefunden wurde. Möglicherweise ist das Pulverhorn tatsächlich echt, wir bezweifeln jedoch sehr, dass es in diesem Haus gefunden wurde. Wenn dies nämlich den Tatsachen entsprechen würde, so hätte der Eigentümer garantiert alle möglichen Fachleute zusammengerufen um den Fund auch korrekt zu dokumentieren. Außerdem hätte er es zweifelsohne bereits mit dem Fund des angeblich alten Balkens im TZ Artikel von 1997 publiziert. Jedoch hat er über diesen “Balken aus dem Jahr 1800” kein Wort mehr verloren, während die Geschichte vom Pulverhorn erst gegen 2009-2010 auftaucht.
An dieser Stelle schreiben wir nun eine kleine Belohnung von 100 Euro für Denjenigen aus, der uns nachweisen kann, wo und wann dieses Pulverhorn verkauft, verschenkt oder verloren wurde, oder aber wo es sich nachweislich in den Jahren 1996 bis 2009 befand.
Die Jahre 1846 bis 1996 sind natürlich auch vom Interesse, denn wenn es sich z.B. in einer Privatsammlung befand, kann es nicht gleichzeitig über 150 Jahre im angeblichen Lola Montez Haus geschlummert haben.
Ist es nicht schön, das die notorische Hochstaplerin Lola Montez noch posthum ein weiteres Haus in Bayern sozusagen „geschenkt“ bekam?

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Eine weitere unglaubhafte Azubi-Bewertung für das angebliche Lola Montez Haus

Das Mitarbeiterbewertungsportal auf www.kununu.com läuft zur Zeit ganz heiß. Nachdem wir bereits im Juni sowie am 23. November 2013 über die wenig glaubhaften positiven Bewertungen für das angebliche Lola Montez Haus berichtet haben, erschien am 26.11.2013 eine Bewertung eines Mitarbeiters in Ausbildung, also Azubi. Interessanterweise verschwand eine ähnliche Bewertung als Mitarbeiter erst vor kurzem, weitere Einzelheiten siehe hier.

Nach unserer Kritik hat man wohl darauf geachtet, nicht einfach überall 5 Sterne zu geben und man hat sich außerdem bemüht einen Kommentar abzugeben.

Der Azubi gibt nun also 4,8 Punkte von maximal 5 möglichen und behauptet Spaß zu haben, gefördert zu werden und die Kunden seien glücklich, ob nun wegen diesem Azubi oder wegen etwas anderem bleibt offen. Es herrsche „Eine wunderbare Atmosphäre, die jungen Menschen eine Chance gibt!“

Wow, da sind wir ganz platt; seit wann ergeben sich Chancen durch eine Atmosphäre? Läßt sich dort dadurch besser atmen oder was? Eine Chance worauf bitteschön? Leider wissen wir nicht, was unser Azubi dort lernt, was wir aber wissen, ist „Klar schafft man diesen Job nicht mit 40 Stunden die Woche, aber das spielt keine Rolle, solang die Arbeit Spaß macht …“

Aha, jetzt lernen wir, daß unser Azubi eigentlich ständig mehr als 40 Stunden arbeitet. Ganz nebenbei, für Azubis unter 18 Jahren ist dies verboten. Wir wissen aber nicht, wie alt unser begeisterter Azubi ist, also wollen wir wohlwollend annehmen, daß er/sie schon 18 Jahre alt ist. Trotzdem ist es äußerst selten, daß gerade ein Azubi derart arbeitsgeil ist, daß er/sie gerade die langen Arbeitsstunden als etwas positives anführt und auch die gewählte Sprache ist nicht gerade Azubi-like.

Den Abschuß bildet aber der Hinweis auf „eine Reihe glücklicher Kunden“. Alle Achtung, hier haben wir einen äußerst mustergültigen Azubi, dem das Wohl seines Chefs und das Wohl seiner Kunden dermaßen am Herzen liegt, daß vermutlich sein/ihr Gewicht mit Gold aufgewogen wird.

Wie ließe sich sonst eine solch überbordende Begeisterung erklären, insbesondere wenn man sieht, wie die meisten anderen Mitarbeiter geurteilt haben und angesichts der Tatsache, daß die durchschnittliche Arbeitsdauer im angeblichen Lola Montez Haus nur 2 bis 6 Monate beträgt? Da wird unser Azubi am Ende seiner Ausbildung höchstwahrscheinlich der dienstälteste Mitarbeiter sein, wobei dies bei der super Förderung die er/sie erhält sicherlich ganz einfach sein wird.

Oder – nur so ein kleiner Gedanke am Rande –, könnte diese Bewertung womöglich ein Fake sein?

Friedhof der gelöschten Beiträge zum angeblichen Lola Montez Haus

Wie bereits hier vorhergesagt, verschwinden gelegentlich Beiträge aus dem Internet, die das angebliche Lola Montez Haus oder dessen Inhaber zum Thema haben. Es ist mitnichten so, daß Nichts aus dem Netz verschwinden würde. Leider ist genau das Gegenteil wahr.

Wir wollen uns nun diese Zensur anhand des angeblichen Lola Montez Hauses etwas näher ansehen und gleichzeitig wollen wir den verschwundenen Beiträgen hiermit einen Denkmal setzen.

Es gab einmal auf der Plattform „qype“ 5 Beiträge zum angeblichen Lola Montez Haus. Diese Plattform gibt es nun nicht mehr, sie ist kürzlich in die neue Seite „yelp“ Plattform integriert worden und der folgende Beitrag vom 28.08.2013 ist „Abrakadabra“ nicht mehr da.

Beitrag qype 28.08.2013

Wir finden, daß solche Beiträge sehr nützlich sind, wenn man selbst am überlegen ist evtl. eine Feier dort auszurichten.

Suchmaschine Info 30.11.2013

Bei einer entsprechender Suche konnte man kürzlich den obigen Beitrag noch erahnen, ihn aber noch anzuklicken gelingt nicht mehr. Er ruhe im Frieden.

Am 04.04.2013 wurde in einem Forum ein Beitrag gepostet, hier ein Auszug:

Beitrag Forum 04.04.2013

Nach etwa 3 Monaten verschwanden die folgenden 2 Sätze: Im Nachgang wurde ich mit Drohungen bzw. Schadensersatzforderungen gerade zu überhäuft. Schön war hierbei, wie sich das wahre Gesicht von Herrn W. Zeigte.Diese Sätze mögen nun im Frieden ruhen.

Vielleicht fragen Sie sich, warum diese Sammlung noch komplett ist? Es dürfte im wesentlichen daran liegen, daß wir niemanden etwas verkaufen wollen und nur an der Wahrheit interessiert sind.

Wenn Sie gerne hier etwas posten wollen, können Sie es als Kommentar zu einem entsprechenden Artikel machen. Besorgen Sie sich am besten eine beliebige Identität mit einer nur kurzzeitig geltenden Email und tun Sie Ihre Meinung kund. Versuchen Sie aber trotzdem objektiv zu schreiben, denn z.B. wüste Beleidigungen würden wir auch nicht stehen lassen wollen.

Die Abstimmung mit den Füßen im angeblichen Lola Montez Haus und woran kann man eine falsch positive Bewertung im Internet merken?

Wie bereits hier dargelegt, sind die Erfahrungen von Mitarbeitern im angeblichen Lola Montez Haus nicht besonders positiv. Ab und zu taucht jedoch eine Bewertung voller Lob auf, wie im September oder Oktober 2013 eine Mitarbeiterbewertung, die bei allen möglichen Punkten ausnahmslos 5 Sterne erzielte und jemand noch dazu sinngemäß meinte „Die Arbeit muss doch Spaß machen und das tut sie hier auch.“

Natürlich fehlten jegliche weiteren Angaben, z.B. zur Funktion des angeblichen Mitarbeiters, seiner Dauer im Unternehmen, oder Informationen darüber, was es denn eigentlich ist, was dermaßen Spaß macht.

Die Plattform http://www.kununu.com/de/by/muenchen/gt/lola-montez-haus merkte das dann auch und entfernte diesen Beitrag.

Es gibt objektive Belege dafür, dass die Entfernung des „Spaßbeitrags“ korrekt ist. Dazu müssen wir uns nur anschauen, wie oft, welche Mitarbeiter vom angeblichen Lola Montez Haus gesucht werden. Diese Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es ist jedoch klar, dass seit Dezember 2012 insgesamt mindestens 30 Stellenanzeigen für bis zu 10 verschiedene Stellen bei unterschiedlichen Jobbörsen geschaltet wurden. Die Anzeigen wurden mindestens 2 mal und bis zu 4 mal im Jahr geschaltet. Als Anbieter fungiert abwechselnd das Lola Montez Haus und „Made in Quality“ mit und ohne GmbH, wobei beides dem angeblichen Professor Frank Maria Wiedenmann gehört. Nur bei der Schreibkraft kann man den Anbieter nicht einsehen, es ist aber der gleiche Anzeigenschalter wie bei allen anderen Stellen.

Anders gesagt, die durchschnittliche Verweildauer eines Mitarbeiters im angeblichen Lola Montez Haus oder bei der Made in Quality GmbH beträgt 3 bis 6 Monate.

Aufgrund der Mitarbeiterbewertungen auf kununu, können wir nun annehmen, dass der Spaß im angeblichen Lola Montez Haus und bei der Made in Quality GmbH sogar sehr begrenzt ist.

 

Datum Stelle Anbieter Stellenangebot Nr. bei gigajob oder sonst. Anbieter
07.06.2013 Bilanzbuchhalter/-in zur Betreuung der steuerlichen und buchalterischen Belange unserer GmbH MADE IN QUALITY GmbH 12.977.469
12.01.2013 Buchhalter/-in MADE IN QUALITY GmbH Kimeta

14.11.2013

22.10.2013

22.08.2013

Empfangsdame/Herr Lola-Montez-Haus 131.636.649

14.11.2013

22.10.2013

22.08.2013

Haushaltshilfe

MADE IN QUALITY 57.375.096
25.09.2012 Haushaltshilfe MADE IN QUALITY Kimeta
11.07.2013 Gärtner/in MADE IN QUALITY/ Lola Montez Haus 132.361.466

28.10.2013

22.07.2013

Hausmeister/-verwalter zur Betreuung unseres historischen Salettls in München- Harlaching MADE IN QUALITY 12.977.456
18.06.2013 Hausmeister /Verwalter MADE IN QUALITY GmbH Gelegenheitsjobs 2032
06.12.2012 Hausmeister /Verwalter MADE IN QUALITY Kimeta

14.11.2013

22.10.2013

22.08.2013

Küchenhilfe

MADE IN QUALITY 97.956.465
25.09.2012 Küchenhilfe MADE IN QUALITY Kimeta

14.11.2013

22.10.2013

22.08.2013

Programmierer/Internetprofi

MADE IN QUALITY 16.843.629
14.09.2012 Programmierer/Internetprofi MADE IN QUALITY Kimeta

14.11.2013

11.01.2013

Schreibkraft zur Erledigung von diverser Korrespondenz nicht öffentlich, jedoch der gleiche Anbieter 12.977.475

22.10.2013

22.08.2013

Servicekraft Lola-Montez-Haus 13.457.165

14.11.2013

22.10.2013

22.08.2013

Telefonkontakter/in Telemarketing

MADE IN QUALITY 131.443.495
16.02.2013 Telefonkontakter/in Telemarketing MADE IN QUALITY Kimeta

 

Und wieder grüßt das angebliche Liebesnest mit erfundenen Meldungen aus dem s.g. Lola Montez Haus zum Tag des offenen Denkmals 2013

 

Unverändert findet sich im Programm zum Tag des offenen Denkmals am 8. September 2013 der gleiche falsche Text, wie bereits früher beschrieben und der nachweislich vom Eigentümer und Vermieter des Schweizer Hauses, eines kleinen Nebengebäudes des Gutshofs Menterschwaige in München stammt.

Es gehört schon eine Menge Unverfrorenheit dazu zu behaupten: „Wohl um 1820 erbaut.“ und „Lola Montez, spanische Tänzerin, für die Ludwig I. seine Krone opferte, fand auf dem Gutsgelände für eine unbestimmte Zeit Unterschlupf bevor sie München verließ.“

Das Märchen von s.g. Königlichen Liebesnest im Schweizer Haus wird unaufhörlich und gezielt wiederholt. Um dem einen Anstrich der Echtheit zu verleihen, dachte sich der Eigentümer und Vermieter des Schweizer Hauses Herr Frank Maria Wiedenmann, daß eine Denkmalschutzplakette nicht schlecht wäre. Dazu schrieb er am 23. Februar 2011 eine kurze Email an Herrn Thomas Schwindel, der damals der Vorsitzende des zuständigen Bezirksausschusses war. Herr Schwindel – Nomen est Omen – war kein unbeschriebenes Blatt, wie etliche Zeitungsartikel belegen und musste schließlich im März 2012 gehen.

Herr Wiedenmann bat darin Herrn Schwindel um eine Empfehlung und bedankte sich sich im Voraus mit den Worten „Ansonsten freuen wir uns wie immer auf einen Besuch bei Lola und sind in diesem Sinne mit größtem Vergnügen…“

Man lese dies gründlich, denn es zeigt, daß Herr Frank Maria Wiedenmann (angeblich Professor) und Herr Thomas Schwindel offenkundig gute Kumpel waren (sind?) und Herr Wiedenmann des öfteren Herrn Schwindel im s.g. Lola Montez Haus willkommen hieß.

Nun, Herr Thomas Schwindel tat wie geheißen und schickte die gewünschte Empfehlung an das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege.

Am 23.05.2011 schrieb das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege an Herrn Schwindel :

  1. Eine „Denkmalschutzplakette“ ist in der bayerischen Denkmalpflege nicht bekannt.

  2. Das sog. Lola Montez Haus zählt sicher nicht zu den Kulturgütern.

  3. Das Nebengebäude, eine sog. Almhütte im Schweizerhausstil, wird als Bestandteil des Baudenkmals Menterschwaige 4 in der Denkmalliste gesondert erwähnt, steht also „unter Denkmalschutz“.

  4. sog. Almhütte, Nebengebäude im Schweizerhausstil, nach Mitte 19. Jh.

Somit wissen wir nun mit Sicherheit, daß das sog. Lola Montez Haus erst nach Mitte des 19-ten Jahrhunderts gebaut wurde und die Angabe des Baujahr „so um 1820“ eine reine Erfindung darstellt.

Genauso wie das sog. Lola Montez Haus nicht als königliches Liebesnest dienen konnte, denn Lola Montez verließ München im Februar 1848 für immer und dies ist eindeutig die erste Hälfte des 19-ten Jahrhunderts.

Wir wollen hoffen, daß dieser Fall eine Ausnahme ist, und daß die sonstigen Informationen zu anderen, echten Denkmälern zum Tag des offenen Denkmals stimmen, denn überprüft werden sie offensichtlich nur unzureichend.

Was sagt Lola Montez selbst zu den aufregenden Tagen ihrer Flucht aus München im Februar 1848

Nachzulesen im Buch “Memoiren der Lola Montez (Gräfin v. Landsfeld)“ von Lola Montez, publiziert in Berlin 1851, Band Sieben, digitalisiert von Google und dort als E-Book kostenlos erhältlich. Auf Seite 56 und folgende lesen wir auszugsweise folgendes:

Nachdem in München der Stein des Anstoßes entfernt war, kamen zehn Allemannen desselben Abends (11. Februar) nach der Krondomaine Blutenburg bei Nymphenburg (unweit Münchens und zunächst an der Eisenbahnstation Pasing gelegen) und baten daselbst um Speise und Nachtlager. …Nachts um 11 ½ Uhr kam Lola Montez verkleidet, und mit gepudertem Haar, in Begleitung des Wirtes von Großhesselohe nach Blutenburg, um, wie sie sagte, sich von den Allemannen zu verabschieden. … Lola Montez setzte aber nach des Grafen Entfernung ihre Reise nicht nach Bayerns Grenze fort, sondern eilte nach Großhesselohe hinüber, von wo sie sich nach Blutenburg führen ließ. …

Auf der Homepage von Dieter Wunderlich  findet sich ebenfalls eine recht ausführliche und korrekte Biographie dieser umtriebigen Dame. Lesen Sie bitte dort die Ereignisse in München vom 10. bis zum 12. Februar 1848 nach.

Von einem königlichen Liebesnest im Schweizerhaus in der Menterschwaige ist da nirgendwo die Rede.

Beiträge von Menschen, die eine Erfahrung als Mitarbeiter im s.g. Lola Montez Haus sammeln durften

Bewertung

Bewertung (Photo credit: Wikipedia)

Unter diesem Portal finden sich derzeit neun Bewertungen von Menschen, die in unterschiedlichen Funktionen für das s.g. Lola Montez tätig waren.

Es fällt auf, daß bis auf den Kollegenzusammenhalt, die Bewertungen mit einer Ausnahme sehr negativ sind. Von fünf möglichen Sternen gibt es fast ausschließlich nur einen. Einen Stern muß man geben, damit die Bewertung überhaupt veröffentlicht wird.

Die angesprochene Ausnahme fällt voll aus dem Rahmen; dieser angebliche ehemalige Mitarbeiter, dessen Funktion aber nicht angegeben wird, gibt bei allen Fragen die maximale Zahl von fünf Sternen. Außerdem sieht man, daß diese überirdisch gute Bewertung, als sechste von zuvor fünf sehr negativen Bewertungen abgegeben wurde und zudem noch genau zwei Tage nach den letzten beiden. Hier drängt sich der Verdacht
auf, daß hier jemand den Eindruck künstlich verbessern wollte.
Jeder Statistiker würde einen solchen Wert einfach streichen. Dann streicht man noch zwecks Parität den niedrigsten Wert und bildet dann den Mittelwert. Dieser liegt dann bei einem Stern und kann als nicht empfehlenswert eingestuft werden.

Die Bewertung vom 30.05.2013 bringt es auf den Punkt, indem eindringlich geraten wird:

Finger weg!

Pro: würde ich jedem abraten

Contra: ständiger Arbeitsdruck bei niedrigem Lohn

Danach gab es ca. im September oder Oktober 2013 eine Bewertung, die überall 5 Sterne erzielte und jemand sinngemäß meinte „Die Arbeit muss doch Spaß machen und das tut sie hier auch.“ Danach erfolgten noch 2 Bewertungen im Oktober 2013, beide nur 1 Stern für den Arbeitgeber Lola Montez Haus.

Irgendwann im November 2013 verschwand diese „spaßige Arbeitsbewertung“ weil offenkundig die Betreiber der Plattform kununu bemerkten, dass diese Bewertung entweder vom Arbeitgeber selbst erstellt oder aber von ihm in Auftrag gegeben wurde.

Woran kann man eine falsch positive Bewertung im Internet merken? Damit beschäftigt sich dieser Artikel.

Beiträge von Menschen, die eine Erfahrung mit einer Feier im s.g. Lola Montez Haus sammeln durften

Zum Schutz der Autoren erlaubten wir uns die Namen auszuwechseln und die Datumsangaben ein wenig allgemeiner zu halten. Wir versichern, daß zu allen Beiträgen eine URL und entsprechende Screenshots existieren. Wenn Sie diese Beiträge lesen, so verstehen Sie, warum eine maximale Anonymisierung notwendig ist. Trotzdem kann es vorkommen, daß nach einer gewissen Zeit solche Beiträge an den Originalplätzen einfach verschwinden.

Wir wollen alle ermutigen uns hier ihre Erfahrungen zu schildern. Achten Sie bitte darauf, daß diese möglichst sachlich und subjektiv sind.

Außerdem sind wir an allen Erfahrungen, die das Thema dieses Blogs berühren sehr interessiert. Besonders dann, wenn Sie weitere objektive Beweise haben (z.B. Zeitungsartikel, URL, Aktenzeichen, sonstige Publikationen).

Ein Beispiel für eine Hochzeit mit einem Gerichtsnachspiel finden Sie hier.

***

User 12 im Februar 2014

Der Vermieter ist ein großartiger eigenwilliger Redner und verlangt für diese Leistungen mit einem billigem ” Arme Leute Essen ” was angeblich demGeist der damaligen Zeit entspricht einen Horrorpreis !
Dafür gibte es aber den billigen Prosecco, Weiß – und Rotwein von Aldi. Viele merken das gar nicht im Trubel der Feier.  Das war eine Schande für uns gegenüber unseren Gästen die wir eingeladen haben.
Die Nachbarn erzählten uns dass die Lola Montez sich dort nie mit König Ludwig getroffen hat da das Haus viel später erbaut wurde. Also eine glatte und weit verbreitete Lüge
Wir würden jedem raten genau zu prüfen und vorher recherchieren, wie die Realität aussieht.
Das Personal war sehr nett, aber man merkte schon dass hier  eher nur ungelernte Aushilfskräfte zu werke gingen.
Wir würden nie mehr dort feiern und auch niemanden dazu raten.

***

User 8 im September 2013

…mit einem Lächeln, habe ich den “Edit durch den Admin” zur Kenntnis genommen. Speziell der Grund Anraten durch den Anwalt hat mich köstlich amüsiert.

übersetzt heisst das:

Dem Betreiber bzw. Admin dieses Forums wurde nahe gelegt, einen Satz aus meinem Bericht zu entfernen. Dies kann ich natürlich absolut nachvollziehen, daher soll dies _keine_ Kritik am Forum bzw. den Admins sein.

Ich kann damit leben, da es ja mittlerweile mehr als eindeutige Berichte im Netz gibt. Bei einer gewissen Recherche über einschlägige Suchmaschinen findet man den editierten Satz wieder.

In diesem Sinne

Mit freundlichen Grüßen

Anmerkung vom Admin dieses Blogs: Für alle Interessierten, hier ist nochmal der magisch verschwundene Absatz: „Im Nachgang wurde ich mit Drohungen bzw. Schadensersatzforderungen gerade zu überhäuft. Schön war hierbei, wie sich das wahre Gesicht von Herrn W. zeigte.“

***

User 11 im August 2013

Es ist einfach soooo schade, dass dieses tolle Haus einen solchen Inhaber hat. Wir wollten dort unser Fest feiern, mussten jedoch aus diversen Gründen abstand davon nehmen. Und da zeigt sich dann auch schon das wahre Gesicht. Erst wird bei allem auf ganz locker gemacht und alles ist kein Problem. Solange der Herr die Feier so gestalten kann wie er das für richtig hält. Eigene Wünsche sind nicht gut. Vorsicht ist geboten wenn er ein Angebot schriftlich gibt. In der normalen Geschäftswelt würde das gar nicht als Angebot gelten, er jedoch behauptet ab diesem Moment, dass ein Vertrag zustande gekommen ist. In diesem “Angebot” sind nur generelle Aussagen und keine konkret besprochenen Punkte. Uns wurde dann mit Schadenersatz gedroht. Jedoch sind diese Drohnungen natürlich nicht nachvollziehbar. Es war nur so schade, da wir sehr gerne zu einer anderen Gelegenheit auf dieses tolle Haus zurückgekommen wären. Wenn man ein wenig im Netz nach Lola Montez Haus sucht, dann stößt man leider auf mehrere Erfahrungen wie unsere. Schlussendlich lässt sich nur sagen: SCHADE

User 10 im Juni 2013

Ich war dort kürzlich Gast. Die Location ist zauberhaft, allerdings haben sich die Servicemitarbeiter vor den Gästen angezickt, das fanden wir gar nicht so feierlich. Außerdem hat das Buffet nicht wirklich gut geschmeckt. Leider mussten wir um 22 Uhr alle nach drinnen gehen, weil es wohl immer wieder Ärger mit den Nachbarn gibt. Der Gastgeber hat auch nichts von dieser Regelung gewusst, ihm wurde gesagt, dass er die ganze Nacht den Garten nutzen kann. Soviel ich mitbekommen habe, lief wohl einiges nicht so wie es der Vermieter zugesichert hat. Schade.

User 9 im Mai 2013

… Laß dich nicht von irgendwelchen Schadenersatzforderungen runtermachen, das ist eben Standardprozedere.

Noch eine Info: Wenn man wegen der Lautstärke bei der Polizei angezeigt wurde, gibt’s unter Umständen einen Bußgeldbescheid. Der Vermieter pflegt dann einen solchen auf den Veranstalter der Feier weiterzureichen.

User 8 im April 2013

Hallo zusammen,

nachdem ich mich von den “älteren” Bewertungen nicht abschrecken hab lassen und wir uns “eigentlich ” für das Lola Montez Haus entschieden hatten, möchte ich hier eine aktuelle Bewertung abgeben und erklären warum wir 3 Wochen vor Hochzeitsbeginn eine Ersatzlocation suchen mussten !!!

Der Betreff würde lauten: tolle Location und Geschichte , aber mit Vorsicht zu geniessen:

Wir hatten uns nach Besichtigung sofort entschieden, die Hochzeitsfeier für 30 – 40 Leute in dieser traumhaften Location abzuhalten. D.h. wir wollten ein verbindliches Angebot und hatten ein paar Änderungen ( Vorspeisen ) zum Menuevorschlag von Herrn W. ( seines Zeichens Eigentümer ). Da das erste Gespräch mehr als angenehm war, haben wir uns wohl ein bisschen blenden lassen und ein paar fehler gemacht.

Wir haben die Warnungen der Nachbarn ignoriert, wir haben fehlende Reaktionen auf unsere Wünsche ignoriert, wir haben das Thema Kosten sehr unverbindlich gehalten…

D.h. nach unserer mündlichen Zusage und bestätigung des “Termins” haben wir uns mehrmals treffen müssen , um wirklich kleine Veränderungswünsche schriftlich bestätigt zu bekommen. Weiterhin gestalteten sich die Preisverhandlungen mehr als Schwierig, nicht wegen der Höhe, sondern wegen der Nachvollziehbarkeit. Das Spielchen ging bis 3 Wochen vor der Trauung als ich die Reissleine gezogen habe, da ich nicht bereit war die Gesamtsumme im Voraus zu bezahlen.

Daher kann ich folgende Aussagen treffen bzw. Empfehlungen geben.

1. Location ist wirklich schön und sehenswert

2. Herr W. ist ein wirklich “guter” Verkäufer

3. Lasst euch alles , wirklich alles schriftlich geben. Besteht hier auf einen Nutzungsvertrag, so wie ihn die meisten Caterer anbieten. Ein Vertrag schütz auch euch !

4. Lasst euch eine Leistungsübersicht ( Menü und Extras ) geben und den Preis pro Person ausweisen.

5. Bezahlt in keinem Fall im Voraus die Gesamtsumme, sollte irgendetwas nicht passen, dann lauft Ihr eurem Geld hinterher.

6. Stellt euch darauf ein, dass die Nachbarn die Polizei schicken, ausser Ihr beendet die Musik ab 11.00 Uhr und feiert in Zimmerlautstärke.

wie gesagt, habe ich ausser einer Gesamtrechnung ( ohne Angabe von Lesitungen/ Inhalt ) und Versprechungen, nichts bekommen. Dies hat uns leider dazu bewogen unseren Hochzeitstag “sicherer” an einem anderen Ort zu gestalten.

Im Nachgang wurde ich mit Drohungen bzw. Schadensersatzforderungen gerade zu überhäuft. Schön war hierbei, wie sich das wahre Gesicht von Herrn W. zeigte.
Fazit: Wer bereit ist, keine Änderungen an dem Menü vorzunehmen, die Kosten im Voraus zu bezahlen und das Risiko eines Polizeibesuches akzeptiert, der wir wirklich eine wundervolle Location finden.

In diesem Sinne weise ich mittlerweile aus Erfahrung darauf hin, das dies meine Meinung ist, eine persönliche Erfahrung war und nicht pauschal verallgemeinert wurde …. ich hoffe Ihr versteht 😉

Liebe Grüße

PS: unsere Hochzeit war trotzdem traumhaft

User 7 im März 2013

Hallo …,

ich habe in paar Bekannte die mir nun negatives berichtet haben. Wollte die gecshätzte Gesamtsumme im Vorfeld. Und soweiter. Es ist auc wohl so wenn man was negatives auf einer Restaurant Kritik Seite schreib lässt er das löschen und droht mit Anwalt.
Daher Vorsicht

User 6 ungefähr im Juni 2012

Nette Location aber unglaublich schlechter und unfreundlicher Service! In keiner Weise zu empfehlen…

User 5 im Januar 2010

„…Für alle, die im Lola-Montez-Haus heiraten wollen, hier ein paar Hinweise aus eigener Erfahrung.

Wir haben im Sommer 2008 dort geheiratet und ich bin nach wie vor von dem Häuschen begeistert, genauso wie alle unsere Gäste.

Aber leider gab es auch eine Vielzahl negativer Punkte vor denen ausdrücklich gewarnt werden muss!

Das wohl negativste war das Catering, denn das Essen hat hinten und vorne nicht gereicht. Wir hatten 55 Gäste angekündigt und genausoviele warne auch da, aber das Essen war maximal für 40 Personen ausgelegt. Einige haben vom Büffet gar nichts mehr abbekommen, kein einziger konnte ein zweites Mal was holen! Und dabei war es noch nicht einmal ein Luxus-Essen, sondern (auf Vorschlag des Vermieters) ganz einfache bodenständige Gerichte. Als das Buffet nach einer halben Stunde leer war, hat der Caterer nach langen Diskussionen gerade mal eine Pfanne Bratkartoffeln und eine Schüssel Salat nachgelegt, mehr hatte er nicht da!

Bei den Getränken war es ähnlich, der Wein (hatten wir selber mitgebracht) reichte aus, das Bier (vom Vermieter) dagegen war gegen zehn Uhr leer und wir müssten selber noch von der Tankstelle Bier organisieren!

Dann gab es noch andere Kritikpunkte, beispielsweise hat der Vermieter seit Jahren Ärger mit den Nachbarn und es kam zweimal (um 22.30 und 24 Uhr) die Polizei wegen Beschwerden bzgl. der Lautstärke. Dabei hatten wir nur oben Musik zum Tanzen und extra alle Fenster und Türen geschlossen. Außerdem war schriftlich vereinbart, dass wir bis um 3 Uhr im Lola-Montez Haus feiern dürfen, um 1 Uhr kamen die zwei Service-Mädels und wollten Schluss machen, weil sie am nächsten morgen um 9 Uhr schon wieder aufräumen müssten. Darauf ließen wir uns nicht ein, weil wir wie vereinbart feiern wollten und machten bis ca. 2.30 Uhr weiter. Es stellte sich dann auch heraus, dass dies die erste Veranstaltung der Service-Mädels im Lola-Montez Haus war und das merkte man leider auch. Der Vermieter war nur nachmittags kurz da, um sich und sein haus zu präsentieren, danach war er weg und auch per Handy nicht mehr zu erreichen!

Im Nachhinein haben wir uns wegen der aufgeführten Punkte noch ziemlich mit ihm gestritten, weil die Leistung die wir für das Geld bekommen haben eine echte Frechheit. Im Vorfeld hatte er alle unsere Bedenken beschwichtigt, mit der Erklärung, er habe schon so viele Feste dort veranstaltet und man könne ihm ruhig vertrauen, das alles wunderbar funktionieren wird. Tja, Pustekuchen!

Fazit für alle, die dort heiraten wollen:

  1. Es ist ein wunderschönes Haus, sehr gemütlich und eigentlich perfekt geeignet für eine Feier mit max. 55-60 Personen.

  2. Im Vorfeld unbedingt alles(!) schriftlich festlegen und auf keinen Fall die gesamte Summe vorher bezahlen.

  3. Nicht das Catering vom Vermieter organisieren lassen, das war bei uns überteuert und viel zu wenig.

Gottseidank, hatten wir uns unsere Gäste trotz der Probleme eine schöne Feier, auch wenn wir uns bis heute mit dem mickrigen Essen bei der Hochzeit aufziehen lassen müssen!„

User 4 im Dezember 2009

„…Wir hatten gestern unsere Weihnachtsfeier. Unser Chef hat ein Großes Geheimnis daraus gemacht, wohin es gehen sollte… von Ubahn zu Ubahn und dann noch Tramm… dann noch laufen laufen laufen … (wollte nicht dass wir wissen wohin wir laufen – bei dem Wetter)
Und dann war plötzlich die Mentaschweige da. Wollten schon rein gehen… Ne, ne es geht weiter … ums eck und schwubs waren wir im Lola Montez Haus
Hab es ja noch nie live gesehen gehabt. Sehr schick mit kleinem Garten…
Also wohlgefühlt haben wir uns alle. Erst gab es snacks und Sekt. Frische Maronen vom Kamin usw.
ABER: wir waren 25 Leute und für mehr war da kaum noch platz. Also wir sind schon nicht durchgekommen ohne uns gegenseitig zu stoßen.
Was ich auch nicht so toll fand, war dass wir immer runter laufen mussten um uns was zu essen zu holen. was eigentlich lecker war aber keine 3Sterne sondern Hausmannskost vom Büffeee (nichts gegen Hausmannskost, aber für den Preis?). Was auch nach einer Weile gelangweilt hat war, dass wir zu 4 auf ner Bierbank saßen – zwar gepolstert und mit Husse, aber es wurde schon anstrengen nach 2 Stunden ohne jegliche Lehne. Und auf den Bierbanktisch konnte man nicht gescheit 2 teller gegenüber plazieren…
Das unsere jacken aufm Klo hingen war zwar nicht so tragisch, aber das Klo selbst hätte ich nicht benutzt. Ist so auf “alt” getrimmt, dass es ne plane Fläche zu dem sitzbrett.
War aber eine schöne Erfahrung da mal gewesen zu sein.
Ich war am Anfang bissi traurig, dass es da so tuer ist und wir es für die Hochzeit ausschließen mussten (weil jeder davon geschwärmt hat), aber jetzt weiß ich, dass es besser für uns ist, wo wir gebucht haben. „

User 3 im Dezember 2009

„…Ach übrigens: vorsicht, die Preise im Angebot sind OHNE Mwst. Da haben wir nämlich gestern net blöd geschaut, als die Rechnung reinflatterte und die fast 1000 Euro höher war, als wir erwartet haben… „

User 2 im November 2009

Hallo ,

zur Planung kann ich nicht viel sagen, ausser dass unsere Freunde, die dort geheiratet haben, nen eigenen Caterer engagiert hatten und Musik plus Anlage von einem Freund besorgt wurde. Mein Tipp für euch: lasst euch alles schriftlich geben, mündliche Absprachen könnten sich nachteilig auswirken. Damit im nachhinein nicht das grosse entsetze kommt.

LG

User 1 im Oktober 2007

…,

vergesst es!

Ich kenne mittlerweile leider zwei Unternehmen die sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben mit dem Besitzer. Beide waren Dienstleister für unterschiedliche Veranstaltungen im Sommer. Beide haben bis heute (Monate später!) ihr Geld noch nicht bekommen. Ich kenne zudem leider den Besitzer persönlich und bin überrascht wie unmöglich er sich immer wieder gegenüber Interessenten und auch Kunden äußert. Es ist ekelhaft!

Schade eigentlich. Das Haus ist ein Idyll am Isarhochufer. Innen drin ein wahres Prachtstück!!! Ein Fest in diesem Haus ist ein Traum. Leider nicht bezahlbar. Und nach meinen Erfahrungen auch alles andere als empfehlenswert. Da gibt es bessere Eventpartner!

LG

Firmen, Beschäftigungen und was daraus wurde

Auf der Seite von little-ART findet sich (etwas versteckt) diese biografische Information:

Frank Maria Wiedenmann … Nach einer Ausbildung zum Werbekaufmann studierte er an der Bayerischen Akademie der Werbung und gründete 1968 die Werbeagentur FM Wiedenmann. …“

Zu dieser Agentur lässt sich nichts mehr finden, weshalb man annehmen kann, daß sie irgendwann wieder aufgelöst wurde. Ab 1975 war Herr Wiedenmann im Bildungsbereich tätig und zwar mindestens „20 Jahre Chairman of the Board der größten europäischen privaten Erwachsenenbildungseinrichtung“ laut der Information auf seiner Homepage.

Durch den Artikel Statt der DV läuft jetzt der Streit vor Gericht“ in der Computerwoche vom  25. März 1983 lernen wir, daß es sich hierbei um die “Sight & Sound”-Privatschulkette handelt und daß Herr Wiedenmann schon seit März 1981 Probleme mit seinen drei gleichzeitig bestellten EDV-Beratern hatte.

Die gerichtlichen Auseinandersetzungen haben mittlerweile ein beträchtliches Ausmaß erreicht. Die DRO verklagte im Februar letzten Jahres Sight & Sound auf Zahlung der noch ausstehenden Forderung von rund 33 000 Mark für ihre Beratungsleistung: Sight & Sound konterte mit einer Klageerwiderung im April und verkündete Mitte Oktober 1982 auch der msg noch den Streit in diesem Fall. Wang verklagte Sight & Sound, um auf diesem Wege die restlichen 71 000 Mark für die gelieferte Hardware einzutreiben; Sight & Sound reichte Anfang Dezember 1982 eine Wiederklage ein, machte seinerseits Schadensersatzforderungen in Höhe von 550 000 Mark geltend und verkündete gleichzeitig wiederum der msg und der DRO den Streit.“

Man regelte das Ganze also vor Gericht, was dabei genau herauskam wurde nicht publiziert.

Aus dem Artikel im Spiegel vom 02. April 1984 erfahren wir, daß Herr Wiedenmann zu jener Zeit als Generalbevollmächtigter der Sight & Sound Herrn Josef Stingl (einen früheren Präsidenten der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit) als Aufsichtsartvorsitzenden holte.

Wir fragen uns ob Generalbevollmächtigter das gleiche wie Chairman bedeutet?

Am 01. Dezember 1989 können wir dann im Manager Magazin lesen, daß Herr Wiedenmann die Firma Sight & Sound zum Konkurs anmelden mußte. Dabei gab es offenbar erhebliche Differenzen mit der Kredit gebenden Bank. Siehe dazu auch die Einträge im Bundesanzeiger. Dabei fällt unter anderem auf, daß im Eintrag vom 22. Juni 1988 die Firma Sight & Sound bei der Firma Frank Maria Wiedenmann GmbH & Co. KG als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten ist, möglicherweise auch umgekehrt. Sicher ist, daß etwas später beide Firmen Konkurs anmeldeten.

27.05.2003Firmeninformationen Bundesanzeiger – Handelsregister-Bekanntmachungen / Handelsregister/Löschung
SIGHT & SOUND 1. Gesellschaft für programmierte Lehrmethoden mbH seit 1968
Amtsgericht: 80315 München (HRB40058)
… HRB 40058: SIGHT & SOUND 1. Gesellschaft für programmierte Lehrmethoden mbH seit 1968 München (von-der-Tann-Str. 11 a, 80539 München …
Bekanntmachung ( 44 Wörter ) 2,74 €
15.07.1989Firmeninformationen Bundesanzeiger – Handelsregister-Bekanntmachungen / Handelsregister/Veränderung
SIGHT & SOUND 1. Gesellschaft für programmierte Lehrmethoden mbH seit 1968
Amtsgericht: 8000 München (HRB40058)
… HRB 40 058: SIGHT & SOUND 1. Gesellschaft für programmierte Lehrmethoden mbH seit 1968, München. Die Gesellschaft ist durch Ablehnung …
Bekanntmachung ( 49 Wörter ) 2,74 €
22.06.1988Firmeninformationen Bundesanzeiger – Handelsregister-Bekanntmachungen / Handelsregister/Veränderung
Werbeagentur Frank Maria Wiedenmann – GmbH & Co. KG
Amtsgericht: 8000 München (HRA45866)
… Als persönlich haftender Gesellschafter ist eingetreten: SIGHT & SOUND 1. Gesellschaft für programmierte Lehrmethoden mbH seit 1968, Sitz München. Als persönlich haftender Gesellschafter …
Bekanntmachung ( 58 Wörter ) 2,74 €
26.02.1987Firmeninformationen Bundesanzeiger – Handelsregister-Bekanntmachungen / Handelsregister/Veränderung
SIGHT & SOUND 1. Gesellschaft für programmierte Lehrmethoden mbH seit 1968
Amtsgericht: 8000 München (HRB40058)
… HRB 40 058: SIGHT & SOUND 1. Gesellschaft für programmierte Lehrmethoden mbH seit 1968, München. Einzelprokura: Dr. Wiedenmann Evelyn, München. …
Bekanntmachung ( 44 Wörter ) 2,74 €
02.06.1989Firmeninformationen Bundesanzeiger – Handelsregister-Bekanntmachungen / Konkurse, Gesamtvollstreckungs- und Vergleichsverfahren
Sight & Sound 1. Gesellschaft für programmierte Lehrmethode mbH seit 1968
Amtsgericht: 8000 München (32N21489)
Bekanntmachung ( 138 Wörter ) 2,74 €

Anscheinend bestand eine Dependance der Firma Sight & Sound unter der Ägide von Herrn Wiedenmann auch in der Schweiz, denn im dortigen Register finden sich ebenfalls Einträge über deren Liquidation.

Seit mindestens 1988 bestand die nächste Firma namens Frank Maria Wiedenmann GmbH & Co. KG, die aber im Jahr 1993 wegen Konkurs, Gesamtvollstreckungs- oder Vergleichsverfahren aufgelöst wurde, siehe entsprechende Einträge im Bundesanzeiger. Bundesanzeiger 1988-1993

Am 23. August 2002 lesen wir im B4B Schwaben erstmals die Eckdaten zur “Augsburg AG” mit der man die Schlagkraft der städtischen Wirtschaftsförderung erhöhen wollte.

Als Projektteam stellte der Oberbürgermeister Frank Maria Wiedenmann vor, in dessen Vita sich eine 32-jährige Erfahrung als Unternehmer im internationalen Marketing und Lehrtätigkeiten an verschiedenen Hochschulen findet. Wiedenmann, der die Wirtschaftsförderung in Deutschland, Schweiz, England und China erfolgreich betrieben hat und nicht ohne Stolz in seine Heimatstadt Augsburg zurückfindet, spricht von einer konzertierten Aktion.“

In seinem eigenen Positionspapier zu Augsburg AG, beklagt Herr Wiedenmann von Anfang an ganz massiv:

Die Realisation erkennbarer Vermarktungsmöglichkeiten scheitert an fehlenden wirtschaftlichen Voraussetzungen.“ Vereinfacht gesagt: es gibt nicht genug Geld.

Am 13. November 2007 lesen wir im in der Augsburger Zeitung:

Leypoldt, der in politischen Kreisen keinen Rückhalt mehr besitzt, muss sich möglicherweise noch mit einem kritischen kommunalen Prüfungsbericht herumschlagen. Dieser wird derzeit ausgearbeitet. Dem Vernehmen nach listet er viele offene Fragen auf, die es in den Geschäftsbeziehungen zwischen AG und Stadt gibt.“

Am 3. August 2009 lesen wir im in der Augsburger Zeitung, daß die Augsburg AG in mehrere Firmen und andere Strukturen aufgeteilt wurde. Dabei hat die Stadt auf viel Geld verzichtet, nur um das Problem endlich loszuwerden.

Zusätzliche Belastungen für die Stadt entstehen laut Bubmann und Augsburg-GmbH-Geschäftsführer Thiel durch die Umwandlung nicht. Für 2009 hätten der Augsburg AG ohnehin 735.000 Euro zugestanden, 235.000 Euro an Haushaltsmitteln aus dem Haushalt 2009 und weitere 500.000 Euro aus einem Werbevertrag, bei dem die Stadt zugunsten der AG auf die Einnahmen verzichtet hatte. Die erste Hälfte dieses Budgets floss im 1. Halbjahr 2009 an die Nachfolgerin Augsburg GmbH, die daraus die Abwicklung der Augsburg AG bestritt, einschließlich der sechsstelligen Abfindungszahlung an Ex-Vorstand Leypoldt. “Das ging auf”, so der Wirtschaftsreferent. Der Rest des Augsburg-AG-Budgets wird im 2. Halbjahr direkt an die neu gegründeten GmbHs fließen.“

Gehen wir fehl in der Annahme, daß sich hier ein paar zwielichtige Gestalten auf Kosten der Allgemeinheit erheblich bereichert haben?

Ein Professor oder kein Professor, das ist hier die Frage

Herr Frank Maria Wiedenmann schmückt sich schon seit vielen Jahren mit einem Professorentitel. Dabei fragen sich viele Menschen, wie er diesen Titel erworben hat.

Ein Blick auf seine Homepage erlaubt immerhin die klare Zuordnung: Dieser Professorentitel stammt aus China, wo er laut einem Artikel aus dem Jahr 2007 (BEST – Berufs-Elite-Schule & Training, Seite 12) auch mindestens einen Lehrstuhl gehabt haben soll. In einem weiteren Artikel (http://www.made-in-quality.com/so_you_want.html) lesen wir unter Referenzen in Originalschreibweise:

01.09.1995 Aufbau von Lehstühlen Marketing Quingdao, China

Professur an der Qingdao University und Ocean University“

Das wären also schon zwei Professuren, oder ist das eine Universität? Die Lehrstühle sind jedenfalls in der Mehrzahl.

Was kümmert es einen, daß man in Deutschland eigentlich Professor (VCR) hätte schreiben müssen, woran dann aber leider Jedermann erkennen kann, daß der Titel „Made in China“ ist.

Und woher hätte ein Herr Frank Maria Wiedenmann das wissen sollen? Er war ja „nur“ seit 1975 im Bildungsbereich tätig, z.B.„20 Jahre Chairman of the Board der größten europäischen privaten Erwachsenenbildungseinrichtung und seit 15 Jahren ist er Vorsitzender des Prüfungsausschusses IHK für München und Oberbayern und kann die vielfach in einem langen Berufsleben erworbenen Kenntnisse der Erwachsenenberufs- und -Weiterbildung in besonderer Weise in das Projekt einbringen. (BEST – Berufs-Elite-Schule & Training, Seite 12 aus dem Jahr 2007)“.

Von weiteren Projekten im Bildungsbereich reden wir hier noch gar nicht. Über das „Qualitätssiegel gutes Lernen“, können Sie hier ein wenig mehr lesen: Qualitätssiegel gutes Lernen

Also steht fest, wir sind ein Chinesischer Professor. Aber welcher Art?

Ein akademischer Titel scheidet leider dadurch aus, daß Herr Frank Maria Wiedenmann weder an einer anerkannten Hochschule  studiert hat, noch ein Abiturzeugnis sein eigen nennt.

Es bleiben drei Möglichkeiten: Es ist ein Prof. (VCR) h.c. (honoris causa), also ehrenhalber, oder ein Gastprofessor auf Zeit, oder aber ein Honorarprofessor. Alles müsste man eigentlich ebenfalls in Deutschland angeben. Aber woher hätte er das wissen sollen, siehe oben? Und ein Gast- bzw. Honorarprofessor müsste eigentlich lehren, oder zumindest länger gelehrt haben, oder? Und zwar an der Universität die ihn verliehen hat? Wenn man aber in Deutschland lebt, kann man überhaupt als Gastprofessor oder Honorarprofessor in China arbeiten?

So viele Fragen und leider keine Antworten. Vielleicht bekommt ja einmal jemand die Urkunde zu dem Titel zu sehen und dann wissen wir mehr.